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Internationalisierung von Bildung

Hochschulen und Universitäten arbeiten daran, ihr Bildungsangebot internationaler und globaler zu gestalten. Sie organisieren Austauschprogramme mit Universitäten auf der ganzen Welt, rekrutieren internationale Studenten, bieten Doppel- ja manchmal sogar Dreifachabschlüsse an und unterrichten einen Teil oder alle ihre Kurse auf Englisch. Hochschulen geben damit an, wie viele ihrer Studenten im Ausland studieren, wieviele Austauschprogramme sie anbieten, wie hoch der Anteil an ausländischen Studenten an ihrer Universität ist. Die Frage ist jedoch, ob diese Hochschulen wirklich einen autentischen Auslandsaufenthalt anbieten können, wenn die Internationalisierung auf Quantität nicht darauf, dass die Studenten eine andere Kultur wirklich erleben und verstehen können? Kann man wirklich von globaler Immersion sprechen, wenn man 200 Studenten für 2 Wochen auf Studienreise nach Italien schickt? Oder ist das Auslandsstudium zu einem Pflichtteil der Bewerbung geworden, den niemand mehr wirklich hinterfragt? Fallen Universitäten wirklich auf Quantität über Qualität herein?

Studenten haben herausgefunden, dass ein Auslandsstudium eine tolle Möglichkeit ist, den Lebenslauf zu verschönern um sich gegen andere Bewerber hervorzuheben, aber auch ein guter Weg ist um die Welt kennenzulernen, selbständiger zu werden und Erinnerungen für den Rest des Lebens zu schaffen. Jeder Auslandsaufenthalt, ob er nun 2 Wochen oder 2 Jahre dauert, bietet dies, aber man sollte nicht den Fehler machen, diese als das Gleiche zu bewerten. Es it falsch, den Studenten weiss zu machen, dass sie ein Land, seine Kultur und Menschen verstehen werden, wenn sie nur ein paar Wochen oder Monate in diesem Land verbracht haben, vorallem wenn sie in größeren Gruppen reisen.

Es gibt keine Abkürzung zur schnelleren Internationalisierung der Bildung. Das Eintauchen in eine andere Kultur dauert Zeit und meistens länger, je größer die Gruppe der Studenten ist. Das Verstehen einer fremden Kultur ist eine sehr persönliche Erfahrung. Man benötigt dafür Fremdsprachenkentnisse, Zeit und ein bißchen Mut. Je offener die Studenten sind für Neues, je mehr sie erkunden und entdecken, je mehr Fremde sie kennen lernen und je seltsamer die Situationen sind, in denen sie sich behaupten müssen, desto besser wird ihr Auslandsaufenthalt werden.

Es ist wichtig Bildung internationaler und globaler zu gestalten. In unserer globalisierten Welt müssen wir andere Kulturen verstehen und effektiv mit Menschen aus allen möglichen Ecken der Welt zusammenarbeiten. Jeder Schritt, der Studenten hilft andere Kulturen und Lebensstile zu kennen und verstehen zu lernen, zählt. Andererseits dürfen wir nicht den Fehler machen, unseren Studenten weiss zu machen, sie wären Kulturexperten, nur weil sie ein paar Wochen mit ihren Klassenkameraden durch Europa gereist sind und müssen es höher bewerten, wenn Studenten die Möglichkeit hatten, eine Kultur besser kennenzulernen, mutig genug waren, alleine ins Ausland zu gehen und die Zeit, Mühe und das Geld investiert haben, um das Meiste aus ihrem Auslandsaufenthalt herauszuholen.