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Der Bologna-Prozess

Um europaweit geltende Regelungen und Maßstäbe im Hochschulsektor zu realisieren, wurde Ende der 1990er Jahre eine Bildungsreform erarbeitet, die einheitliche bzw. vergleichbare Strukturen und die Schaffung eines europäischen Hochschulraumes mit 47 angeschlossenen europäischen Staaten beinhalten sollte. Diese Reform wird als „Bologna-Prozess“ bezeichnet, denn 1999 kamen die Bildungsminister von damals 29 Staaten im italienischen Bologna zusammen, um eine politisch-programmatische Erklärung zu unterzeichneten und die Reformvorgänge somit auf den Weg zu bringen.
Kernpunkt der europaweit vergleichbaren Regelung ist und die allgemeine Etablierung eines zwei- bzw. dreistufigen Systems von konsekutiven Studienabschlüssen: Im ersten Zyklus steht der Hochschulabschluss als „BACHELOR“ (Undergraduate). Ein Bachelorstudium hat z.B. in Deutschland eine Regelstudienzeit von mindestens drei bis höchstens vier Jahren. Darauf aufbauend kann ein berufsqualifizierender MASTER-Studiengang (Graduate)angeschlossen werden. Sofern nach dem Master Interesse an einer weiterführenden universitären Ausbildung besteht, können Studierende durch die Promotion an einer Hochschule den DOKTOR-Titel erwerben.
Daneben stand die Schaffung eines EUROPEAN CREDIT TRANSFER SYSTEMS (ECTS) im Vordergrund der Bologna-Reform. Dies schafft eine größere Transparenz bei den Lernergebnissen europäischer Studenten und auch die Inhalte der verschiedensten Studiengänge werden genau beschrieben. So werden auch die zu erzielenden Ergebnisse vergleichbar gemacht und in einem einheitlichen Punktesystem (Credits) hinterlegt.

Damit einhergehend sollte die Mobilität europäischer Studierender durch die Beseitigung von Mobilitätshemmnissen – nicht nur räumliche Mobilität, sondern auch kulturelle Kompetenzen und Mobilität zwischen Hochschulen und Bildungsgängen – gefördert werden. Auslandsaufenthalte während der Studienzeit werden somit erleichtert, im Ergebnisbereich harmonisiert und die fachliche und persönliche Qualifikation der Studierenden durch diese Erfahrungen auf dem anschließenden Arbeitsmarkt erheblich gesteigert.
Mit all den erzielten Neuerungen unterstützt die Reform also die allgemeine Förderung von Mobilität, internationaler Wettbewerbsfähigkeit und der Beschäftigungsfähigkeit in Europa und auch weltweit.